Keynotes des 2. Thüringer KI-Forums

2. Thüringer KI-Forum – Keynotes

Mit dem 1. Thüringer KI-Forum haben das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) und die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) den Grundstein für einen Austausch- und Kommunikationskanal zum Thema KI gelegt, welcher mit dem 2. KI-Forum gefestigt werden soll. Wir möchten auf dem erfolgreichen Konzept aufsetzten, und gleichzeitig einen Rahmen für weiteren Austausch bieten. Im Nachgang an das erste Forum hat das TMWWDG in einer Online-Umfrage erfragt, wo die Thüringer Unternehmen und Einrichtungen das zukünftige Potenzial für KI sehen, und wie dieses umgesetzt werden sollte. Einige dieser Stimmen bringen das Ziel des diesjährigen KI-Forums auf den Punkt.

Vernetzung der Thüringer Akteure durch Fortführen geeigneter Veranstaltungen wie Fachforen oder informeller Treffen„​

Fokus auf praxisrelevante Anwendungen – Darstellung greifbarer Best-Practice-Beispiele

Koordinator als Ansprechpartner für wissenschaftliche, wirtschaftliche, rechtliche und ethische Fragestellungen zu KI​“

Stimmen zur KI-Profilschärfung (Umfrage des TMWWDG 2019)

Angelehnt an diese Stimmen haben wir das diesjährige Forum so konzipiert, dass sowohl Grundlagen der KI-Methoden, Anwendungsbeispiele in der Praxis, als auch ethische Fragen zur praktischen Umsetzung behandelt werden. Dieses Konzept möchten wir anhand der Keynote-Speaker und deren Vortragsthemen darstellen.

Mit Prof. Volker Markl haben wir einen der führenden Datenwissenschaftlern eingeladen. Als Forschungsgruppenleiter der Gruppe „Intelligente Analytik für Massendaten“ (IAM) am Deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz (DFKI) wird er über die Basis von Lernenden Systemen sprechen – Daten.

Daten sind der Ausgangspunkt für den Großteil der derzeitigen KI-Systeme. Algorithmen lernen Muster in Daten zu erkennen und diese in Entscheidungen umzuwandeln. Algorithmen lernen Daten selbst zu generieren und eröffnen damit neue Möglichkeiten in Bereichen, die zuvor nur Menschen offen standen. Der effiziente Umgang mit Daten ist einer der elementaren Bausteine von KI-Systemen, und damit der Ausgangspunkt für die meisten folgenden Anwendungen.

Eine solche Anwendung ist die Robotik. Im Bereich der Assistenz- und Service-Robotik, welche sich mit der direkten Interaktion zwischen Mensch und Roboter beschäftigen, hat Prof. Horst-Michael Groß einen reichen Schatz an Erfahrungen. Seit 25 Jahren begleitet er die Robotik in Thüringen als Leiter des Fachgebiets Neuroinformatik und Kognitive Robotik an der Technischen Universität Ilmenau.

Auf dem Gebiet der Assistenzrobotik sind neben Methoden der Computer- und Robotvision auch die Kommunikation und Interaktion mit Menschen von Relevanz. Wie bringe ich einen Menschen dazu mir zu helfen? Wie biete ich ihm meine Hilfe an? Solche und ähnliche Fragen gehören genauso zu den Forschungsthemen, wie die praktischen Fragen von Objekterkennung oder der Orientierung in Gebäuden. Antworten darauf zu finden, dient dem sicheren Umgang mit Robotern und erhöht deren Akzeptanz in der Bevölkerung.

Mit der Akzeptanz von KI-Systemen im Allgemeinen beschäftigt sich unser dritter Keynote-Speaker. Prof. Armin Grunwald ist als Professor für Technikphilosophie am Karlsruher Institut für Technologie und als Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag maßgeblich damit beschäftigt ethische Fragen von KI zu beantworten.

Um die Umsetzung eines „ecosystem of trustworthiness“, wie es die europäische KI-Strategie vorsieht, voranzubringen bedarf es der Klärung wichtiger Fragestellungen. Welche Anforderungen bedarf es bei der Entwicklung von KI-Systemen? Wie können diese in die Entwicklung integriert werden? Solche und weitere Fragen werden in der Keynote behandelt.

Weitere Informationen und Anmeldung zum 2. Thüringer KI-Forum findet ihr hier.

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